August Aktuell

Nachdem wir im letzten Aktuell von unserer letzten Klasse und unserem letzten Seminar berichteten, können wir nun schon von unseren letzten Tagen schreiben. Noch bis Mittwoch, den 8.8. sind amerikanische Studenten bei uns im Haus. Zwei Tage später ist es dann für uns an der Zeit, die Segel zu hissen. Mit den Studenten stoßen wir schon bei gutem Wein auf die gute Zeit an, auch mit der Belegschaft feierten wir bereits unseren Abschied bei Gegrilltem. 

Nun ist es an der Zeit, unseren Nachfolgern das Zepter zu überreichen, die beiden werden ab September übernehmen.

Das Bank Projekt

Im Juni gab es eine Premiere im Waldschulheim: zum ersten Mal wurde ein Bankprojekt angeboten. Dabei dürfen die Schüler vom Holz bis zu den Nägeln alle Materialien selbst herstellen.

Wie das möglich ist? Das Holzfällerprojekt sorgt mit alt bewährter Technik für das Rohmaterial, mit Axt und Zwei-Mann-Säge wird ein Baum gefällt. Die Bretter werden mit unserem mobilen Logosol-Sägewerk aus dem ganzen Stamm gesägt. Die Schüler können die Säge dabei selbst durch das Holz führen. Parallel dazu schmieden einige Schüler bei Richard Bauschert, einem Schmied aus Zwerenberg. Alle Nägel in der Bank sind also Unikate und jeder Schüler kann „seinen” Nagel jederzeit wiederfinden. Am zweiten Tag werden alle Bretter abgeschliffen. 

Das gesamte Material kommt am Ende des Aufenthalts in den Bus. Wenn die Klasse wieder in der Schule angekommen ist, wird die schwere Eichen-Konstruktion vor Ort zusammengehämmert. Denn einmal aufgebaut lässt sich der Koloss nur mit Mühe und Not bewegen.

Ein schönes Andenken für die ganze Klasse an einen erlebnisreichen Waldschulheimaufenthalt!

Juli 2018 Aktuell

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedeten wir FÖJler im Juli die letzte Schulklasse unseres FÖJs im Waldschulheim. 

Analog dazu erlebten wir auch unser letztes Seminar. Dies fand im Kloster in Rot an der Rot statt. Alle FÖJler, die die LpB ihren Träger nennen (120 an der Zahl), fanden sich dort ein um einen gemeinsamen Abschluss zu verbringen. Wie immer auf den Seminaren wurde viel gequatscht, viel gelacht und einiges gelernt. Es war schön, alle Gesichter der vorigen Seminare wiederzusehen und trotzdem schade, dass es die letzte gemeinsame Woche war.

Juni 2018 Aktuell

Zu einem FÖJ gehört nicht nur die alltägliche Mitarbeit in den Einsatzstellen, sondern auch ganze fünf Seminare. Diese dienen in erster Linie der politischen Bildung, gleichzeitig darf mit dem Träger offen darüber gesprochen werden, wo an der Einsatzstelle der Schuh gerade drückt (der Schuh des Waldschulheimes sitzt eigentlich perfekt...).

So durften wir, Jule und Mathis, auch im Juni jeder eine Woche lang aus dem Waldschulheimalltag ausbrechen. Das vierten Seminare fanden nämlich statt. Warum Seminare? Das vierte Seminar ist ein Wahlseminar, man konnte also zwischen sechs verschiedenen Aktionen wählen.   

Jule war fünf Tage wandern im Nationalpark Bayrischer Wald. Bei schlechtem Wetter sind wir über 70 Kilometer durch den sich selbst belassenen Wald gelaufen.

Ich dagegen war in Hinterzarten. Hier fand das Projekt "Teamwerkstatt" statt. Das Ziel war es, in fünf Tagen gemeinsam einen Spielplatz für die ortsansässige Grundschule zu bauen. Das Zeil wurde leider nicht erreicht.

Der Sommer ist jetzt auch endlich da!
Also kann unsere Spitzenküche unter freiem Himmel wieder Pizza und Döner servieren.

Praktikantin im Waldschulheim

Von März bis Mai war Hanna Menzler, Studentin für Forstwirtschaft an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, bei uns für einen Teil Ihres Praxissemesters.
Was Sie so erlebt und gemacht hat könnt Ihr hier nachlesen.

Mai 2018 Aktuell

Wer denkt, im Waldschulheim wird in schulfreien Zeiten nichts gearbeitet, liegt (leider) völlig daneben... Oder glaubt ihr, das ganze Brennholz spaltet sich von selbst?!

Außerdem konnten wir FÖJler uns endlich um unser Beet kümmern. So können wir die Gartenarbeit kennen lernen und in wenigen Monaten das erste Gemüse ernten. Da muss man im Wald schon deutlich länger auf die Ernte warten.

April 2018 Aktuell

Seit Dezember ist unser Waldschulheim im Besitz eines kleinen aber feinen mobilen Sägewerks der Marke Logosol. Im März holten wir dann 1A-Eichenstämme aus dem Wald die sich optimal zur Weiterverarbeitung zu Holzbrettern eignen. Dazu montiert man eine Motorsäge in einer Schiene. Die Stämme werden dann auf eine Alu-Konstruktion gelegt. Läuft die Motorsäge, muss man nur noch Vollgas geben und an einer Kurbel drehen. Die Säge wird dann langsam durch den Stamm geführt und selbst die schweren Eichen lassen sich wie Butter zu perfekten Brettern verarbeiten. Die Konstruktion ist dermaßen idiotensicher, dass auf die etwas klobige Schnittschutzausrüstung ohne Gefahr verzichtet werden kann. Ihr dürft also gespannt sein, wozu wir FÖJler das Sägewerk noch nutzen werden!  

Beim Eichenbretter sägen

März Aktuell

Kohleherstellung

Diese Woche haben wir im Waldschulheim Kohle hergestellt. Benni Sixt hat uns dazu wertvolle Tipps gegeben und uns seine "Kohletöpfe" zur Verfügung gestellt.

Kohle kann man nicht nur im Geldbeutel gut gebrauchen, sondern kann auch im Kräutergarten wahre Wunder wirken. Deshalb nutzten wir das im Winter gestürzte Sturmholz zur Produktion von unserer eigenen Kohle. 

Die Holzkohle ist ein guter Nährstoff-und Wasserspeicher. So entzieht Kohle, durch Ihre rießige Oberfläche, allem was ihr in die Quere kommt jegliche Nährstoffe. Lädt man die Kohle allerdings mit Nährstoffen auf und wird diese dann in den Boden einarbeitet, lässt sich das Pflanzenwachstum langfristig bis um das sechsfache steigern! Diese Art der Düngung praktizieren wir in unserem FÖJ-Garten und versuchen dadurch unsere kargen Sandböden hier im Nordschwarzwald aufzubessern.

Wie das sein kann? Hier mehr dazu!

In diesem Sinne: Frohe Ostern!

Schulklasse bei der Kohleherstellung

Februar Aktuell

Stürmische Zeiten im Waldschulheim!

Nachdem im Weihnachts- und Neujahrsurlaub der Sturm im Schwarzwald gewütet hat, mussten wir uns den Holzfäller-Weg für die erste Belegung erkämpfen. Mit Motorsäge zum Angriff und der Schnittschutzhose zur Abwehr bewaffnet wurde der Kampf nach langem Zittern und Bangen gewonnen. Wie Hackfleisch in kleine Stücke zerlegt liegt der besiegte Feind, eine gemeine Hornberger Fichte, nun am Wegesrand. 

Von diesem Kampf erholen wir uns in den belegungsfreien Faschingsferien. Danach freuen wir uns auf Zeiten durchgängiger Belegung und die ersten Arbeitseinsätze mit "großen" Schülern.

Januar Aktuell

Ins neue Jahr starten wir im Waldschulheim traditionell belegungsfrei. Das heißt, wir haben Zeit, alles auf Hochglanz zu polieren, Werkzeuge auf Vordermann zu bringen und einige Dinge vorzubereiten und zu besprechen.

So wurden alle Lehrer, die im kommenden Jahr einen Aufenthalt bei uns gebucht haben, zu einer Infoveranstaltung eingeladen. Ihnen wurden die verschiedenen Räumlichkeiten gezeigt und Programme vorgestellt.

Dank des guten Wetters konnten wir außerdem Brennholz für den von Schülern bedienten Stückgutofen zusägen. 

Diese Woche steht als letzter großer Termin das Waldschulheimtreffen an. Hier treffen sich alle Mitarbeiter der insgesamt vier Baden-Württemberger Waldschulheime um sich über das vergangene Jahr auszutauschen. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich von Innovationen der anderen Waldschulheime inspirieren zu lassen.

Am 29. Januar dürfen wir dann die erste Schulklasse bei uns Willkommen heißen.

Wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen

Dezember Aktuell

Weihnachten, der Jahreswechsel und damit auch die belegungsfreien Ferien kommen mit großen Schritten auf uns zu. Das spürt man, wenn man bei Temperaturen um den Gefrierpunkt arbeitet und dabei mindestens knöcheltief im Schnee steht.

Aber der Winter hat auch seine gute Seiten: Wunderschöne, verschneite Winterlandschaften und heißer Kräutertee lassen uns Mal um Mal die kalten Füße vergessen.

In diesem Sinne wünscht das gesamte Waldschulheimteam ein besinnliches Weihnachtsfest und einen Guten Start ins neue Jahr!

November Aktuell

Ohne unseren Stückgutofen bleiben die Duschen kalt. Deshalb müssen die Schüler stets dafür sorgen, dass ausreichend Brennholz zum Heizen zur Verfügung steht. So sägen sie regelmäßig bei Arbeitseinsätzen Meterholz zu, welches auch direkt im Wald gespalten wird. Danach muss es noch zwei bis drei Jahre trocknen, anschließend wird es auf 50 Zentimeter zugesägt, damit es in den Ofen passt. Das ist dann FÖJler-Aufgabe. Die Bandsäge, mit der gesägt wird, staubt sehr stark und das Tragen von Gehörschutz ist Pflicht. Mit Atemmaske und Gehörschutz glichen wir FÖJler Marsmenschen!